Myanmar - Inle Lake

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Auf einer Höhe von rund 900 Metern im hügeligen Land der Shan gelegen, bildet das größte Gewässer im Osten Myanmars eine faszinierende Welt für sich. Naturbelassen und mit glasklaren Fluten bezaubert er als amphibisches Märchenland seine Besucher auf einer Fläche von 22 mal 10 Kilometern. Bereits im 18. Jahrhundert hatten sich die Intha auf dem größten Gewässer Oberburmas niedergelassen, um sich eine exotische Wunderwelt zu schaffen. Die Söhne des Sees wohnen in hölzernen Pfahlbauten und ernähren sich von den üppigen Fischbeständen: In einer auf der Welt einmaligen Weise umklammern sie - mit einem Bein auf dem Heck ihrer Boote balancierend - das Ruder geschickt mit dem zweiten Bein, um mit schraubenartigen Bewegungen vorwärts zu kommen. Auf diese Weise bleibt eine Hand frei für die Netze, Reusen oder Spieße.

Wichtigster Ort der Region ist Ywama, dessen Verkehrsnetz aus einem Geflecht von Kanälen besteht. Auf dem größten treffen sich die Bewohner am frühen Morgen zum schwimmenden Markt - einem lautloses Getümmel aus schmalen Holzbooten, das jeden Besucher harmonisch zu absorbieren vermag. Das hier verkaufte Obst und Gemüse wird auf schwimmenden Feldern aus Schilfrohr, Wasserhyazinthen und fruchtbarem Bodenschlamm angelegt, die auf dem See treiben und vom Boot aus abgeerntet werden. Als kleines Dorf am westlichen Seeufer lockt Indein, das mit einer beschaulichen Passage über einen schmalen, verschlungenen Fluss zu erreichen ist. Die Fahrt führt an der Phaung Dao Oo-Pagode vorbei: Vier ihrer fünf kleinen, aber hoch verehrten Buddhastatuen werden alljährlich bei einer Prozession im Oktober mit einer geschmückten Barke über den See gerudert. Für seine Katzen-Kunststücke hingegen berühmt ist das Nga Phe Kyaung-Kloster: Ende der 1850-er Jahre wurde es als attraktiver Holzbau auf Pfählen in den See gebaut.

Vom Inle-See führen reizvolle Ausflüge zur Provinzhauptstadt Taunggyi, dem geheimnisvollen Pagodenfeld von Kekku , dem kolonialen Höhenort Kalaw , den Höhlenlabyrinthen von Pindaya oder sogar bis zur Enklave Kyaingtong. Doch nur eine halbe Stunde entfernt lockt etwas, das hier kaum jemand vermutet: ein malerisches Weingut, das sogar mit deutscher Winzerkunst betrieben wird. Eingebettet in eine an die Toskana erinnernde Landschaft, liegt die Ortschaft Aythaya in einer Höhe von über 1.000 Metern. Hier können Urlauber zwischendurch einmal so richtig zur Ruhe kommen, um mit neuen Energien auf die touristischen Pfade zurückzukehren. Mit professionell geführten Streifzügen durch die ersten Weinberge Myanmars, romantischem Badevergnügen in einem rund 900 Quadratmeter großen, drei Meter tiefem Naturbecken oder einer ausgedehnten Mahlzeit im neuen Winegarden-Restaurant, wo die Gäste den edlen Tropen - direkt aus der Quelle - in Strömen fließen lassen können.
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