Der Goldene Felsen von Kyaikthiyo zählt zu den größten Heiligtümern Myanmars. Nur wenige Autostunden von Yangon entfernt und mit einem lohnenden Zwischenstopp in der einstigen Haupt- und Hafenstadt Bago zu erreichen, liegt das Basislager, von dem es auf der Ladefläche eines kleinen, PS-starken Lastwagens weiter in Richtung Gipfel geht. Die letzten 600 Höhenmeter allerdings müssen zu Fuß - oder aber in einer Bambussänfte mit vier Trägern- zurückgelegt werden, wobei der Pilgerpfad von allerlei Verkaufsständen und kleinen Schreinen flankiert wird.
Der von Blattgold bedeckte Felsen balanciert am Rande des Abgrunds und wird nach der Legende von einem einzigen Haar Buddhas vor dem Absturz bewahrt. Von hier aus eröffnet sich ein herrlicher Ausblick auf die umliegende Berglandschaft. Besonders zu den Vollmondnächten zwischen November und März machen sich landesweit viele tausend Gläubige auf die Reise, um dem über 2.000 Jahre alten Heiligtum zu huldigen. Um die Wallfahrtsstätte mit all ihrer szenischen Pilgerstimmung zu erfassen und die angenehm kühle Höhenlage zu genießen, empfiehlt es sich, hier mindestens eine Übernachtung einzulegen.